Avocados - Mikronährstofftherapie in Bonn

Was ist Mikronährstofftherapie ?

In der Mikronährstofftherapie, auch orthomolekulare Medizin genannt, geht es um die Behandlung mit Hilfe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch Fett- oder Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen.

Diese und andere Mikronährstoffe braucht der Körper für einen reibungslosen Ablauf des gesamten Stoffwechsels. Sie sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht oder nicht ausreichend gebildet werden. Daher müssen sie mit der Nahrung - oder eben ergänzend - zugeführt werden. Denn ausgewogene Ernährung besteht aus mehr als Eiweiß, Fett und Kohlehydraten, den sogenannten Makronährstoffen.

Mangel an Mikronährstoffen

Es gibt viele Gründe, warum Menschen heutzutage unter einem Mangel an Mikronährstoffen leiden:

  • Die Ernährungsgewohnheiten haben sich verändert, und wir essen heute öfter und mehr, dafür aber kalorienreicher und nährstoffärmer als früher.
  • Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche haben wegen des Wachstums einen erhöhten Bedarf.
  • Sportler und körperlich arbeitende Menschen verbrauchen mehr Mikronährstoffe.
  • Bei älteren Menschen ist häufig die Aufnahme eingeschränkt.
  • Die Böden sind in vielen Fällen ausgelaugt und geben daher nicht genug Mineralien an die Pflanzen und später an die Tiere weiter.
  • Zusätzlich belasten Pestizide, Umweltgifte und andere Schadstoffe wie Schwermetalle unsere Nahrung, binden Mikronährstoffe im Körper und behindern den Stoffwechsel.
  • Viele Menschen haben einen geschädigten Darm und können daher nicht ausreichend Mikronährstoffe aufnehmen, selbst wenn sie genügend mit der Nahrung zuführen.
  • Langandauernder Stress setzt im Körper Überlebensprogramme in Gang, der Verbrauch steigt.
  • Rauchen und Alkoholkonsum verbrauchen zusätzliche Nährstoffe und führen zum Mangel.
  • Langfristige Medikamenteneinnahme und chronische Erkrankungen können zu erhöhtem Verbrauch führen.
  • Auch bei Operationen werden durch den intensiven Heilungsprozess vermehrt Mikronährstoffe verbraucht.

Die Folgen von Mikronährstoffmangel

Mikronährstoffe sind vor allem für den Zellstoffwechsel in unseren Mitochondrien notwendig. (Einige werden z.B. für die Energiegewinnung benötigt, andere wie Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen, die als Abbauprodukt auch im gesunden Stoffwechsel anfallen.)

In den Mitochondrien, den kleinen Kraftwerken in jeder unserer Zellen,  wird laufend Energie in Form von ATP gewonnen, die dann für vielfältige Aufgaben zur Verfügung steht.

Bei einem Mangel an Nährstoffen schalten die Mitochondrien auf Notfallprogramme um. Es entstehen deutlich weniger Energie und reichlich Abfallprodukte, die als Übersäuerung, oxidativer und später auch nitrosativer Stress zum Tragen kommen. Die Funktionsfähigkeit der Zellen nimmt ab.

Die Folge davon sind eine Reihe chronischer Krankheiten, die auch sekundäre Mitochondriopathie genannt werden. Es zeigen sich unterschiedliche Erkrankungen, die alle denselben Ursprung haben und als unsere klassischen Zivilisationakrankheiten bekannt sind:

  • Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus oder Gicht
  • Herz-/Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthritis, Arthrose, Osteoporose, Rheuma
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Migräne, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Alzheimer,
  • aber auch Depression, ADHS etc.
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Burnout
  • u.v.m.

Der Körper im „Überlebensmodus auf Zellebene“ stellt (analog auch im Kapitel Traumafolgen beschrieben) eine Menge Notfallstrategien und Überlebensenergie bereit. Die Symptome entstehen durch den Versuch des Körpers, aus dem Mangel das Beste zu machen.

Kräuter - reich an Mikronährstoffen

Diagnostik

Die Grundlage der Mikronährstofftherapie ist die Diagnostik. Da die meisten Mikronährstoffe nicht einzeln, sondern im gemeinsam wirken, ist eine sorgfältige Zusammenstellung notwendig. Je nach Krankheitsbild kann diese sehr unterschiedlich sein.

Um mir ein genaues Bild Ihrer momentanen Versorgung zu machen, nutze ich zur Diagnostik den Oligoscan, ein photospektrometrisches Verfahren. Ohne Blutabnahme und in wenigen Minuten wird der Status von Mineralien, Spurenelementen und Schwermetallbelastungen angezeigt. So ist es dann möglich, Ihre benötigten Mikronährstoffe individuell zusammenzustellen.

Ziele der Mikronährstofftherapie

Das Ziel der Mikronährstofftherapie besteht darin, den optimalen Stoffwechsel in den Mitochondrien wiederherzustellen, damit möglichst viel Energie mit möglichst wenigen schädlichen Abbauprodukten erzeugt werden kann. Hierzu ist es notwendig

  • die Mikronährstoffspeicher wieder aufzufüllen
  • oxidativen und nitrosativen Stress abzubauen
  • Schwermetallbelastungen auszuleiten

Dann kann die Selbstregulation wieder einsetzen, und vielfältige Symptome können gelindert werden.

  • Entzündliche Prozesse im Körper reduzieren sich.
  • Es werden z.T. weniger oder keine Medikamente benötigt.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten oder Schmerzen werden gelindert..
  • Leistungsfähigkeit, Konzentration und Stimmung verbessern sich.

Mikronährstoffe innerhalb einer ausgewogenen Ernährung werden wesentlich besser aufgenommen als isolierte Nährstoffe in Kapsel- oder Tablettenform. Daher führe ich die Mikronährstofftherapie generell gemeinsam mit einer Ernährungsberatung durch.
Um dauerhaftem Stress entgegen zu wirken und nicht immer wieder in dieselben erschöpfenden Verhaltensmuster zu fallen, kann eine ergänzende Psychotherapie oder Traumatherapie mit Somatic Experiencing hilfreich sein.