Wie hilft SE (Somatic Experiencing®)?

Im Somatic Experiencing®, kurz SE genannt, wird weniger mit dem traumatisierenden Ereignis gearbeitet, sondern vielmehr mit der Reaktion des Körpers und Nervensystems darauf. Dadurch ist es auch möglich, ohne Inhalt oder bewusste Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis zu belastend erscheint.

Die wesentlichen Elemente der Therapie sind die Stärkung der Ressourcen und das Nachspüren von Körperempfindungen, Gedanken, Gefühlen und Bildern. Durch das achtsame Pendeln zwischen ressourcen- und traumabedingten Empfindungen wird in kleinen Schritten die im Nervensystem gebundene Energie gelöst und die natürliche Reaktion des Körpers auf die empfundene Bedrohung vollendet.
Damit der Körper sich reorganisieren und die Veränderung integrieren kann, erfolgt die Entladung in kleinen Schritten und im eigenen, natürlichen Tempo des Klienten. Hierdurch wird vermieden, dass der Klient die Situation in voller emotionaler Ladung wiedererlebt (Katharsis) und so erneut überwältigt und retraumatisiert werden kann.

Durch die schrittweise kontrollierte Entladung und Komplettierung der Überlebensreaktion werden die traumatischen Symptome vom Organismus nicht mehr benötigt und können sich lösen. Die natürliche Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulation wird wiederhergestellt. Dies geht häufig einher mit einem Gefühl von Befreiung, Leichtigkeit und Dankbarkeit.

Als weitere Auswirkungen können sich zeigen:

  • Steigerung von Lebensfreude und Selbstwertgefühl
  • größere Belastbarkeit und Ausgeglichenheit
  • emotionale Balance, psychische Stabilität
  • Linderung oder Befreiung von Schmerzen und anderen Symptomen
  • erholsamer Schlaf