Wie hilft SE (Somatic Experiencing®)?

Im Somatic Experiencing®, kurz SE genannt, wird weniger mit dem traumatisierenden Ereignis gearbeitet, sondern vielmehr mit der Reaktion des Körpers darauf. Die gesamte Geschichte ist im Körpergedächtnis gespeichert und kann jederzeit aktiviert und auch verändert werden. Dadurch ist es möglich, weitgehend ohne Inhalt oder bewusste Erinnerung zu arbeiten, z.B. bei frühem Trauma oder wenn das Ereignis zu belastend erscheint.

Die Sprache des Körpers sind die Empfindungen, und durch das aufmerksame Spüren im Jetzt ist es möglich, dem Körper zu lauschen, wie er seine Geschichte von damals erzählt. Hierbei gilt es, ein ausgewogenes Verhältnis von Ressourcenseite und Traumaseite zu bewahren.

Da nicht nur die glücklichen Momente im Körper gespeichert sind, sondern im Fall von Trauma auch Angst und Ohnmacht, kann es sein, dass sich diese Empfindungen im Prozess wieder zeigen. Daher ist es essenziell, sehr behutsam und in kleinen Schritten nachzuspüren. So kann die hohe Stressenergie dosiert entladen werden, die Überlebensreaktion wird vollendet, und es entsteht zunehmend ein Gefühl der Sicherheit im Körper.
Die Symptome können sich auflösen, und der Körper kehrt zu seiner natürlichen Fähigkeit zur Selbstregulation zurück. Dies geht häufig einher mit einem Gefühl von Befreiung, Leichtigkeit und Dankbarkeit.

Als weitere Auswirkungen können sich zeigen:

  • Steigerung von Lebensfreude und Selbstwertgefühl
  • größere Belastbarkeit und Ausgeglichenheit
  • emotionale Balance, psychische Stabilität
  • Linderung oder Befreiung von Schmerzen und anderen Symptomen
  • erholsamer Schlaf